Psychiatriepolitik
Psychiatriepolitik

 

 

Psychiatriepolitik

Neben dem Erfahrungsaustausch untereinander sind wir auch im Gespräch mit Angehörigen, professionellen Mitarbeiter/innen der Psychiatrie und psychiatrischen Einrichtungen. Wir beteiligen uns an kommunalen Psychiatrie- und Gesundheitsgremien und stellen unsere Interessen in der Öffentlichkeit dar.


Unsere Ziele:


Was heißt dies konkret?

  1. Das für uns wichtigste Forum ist der sog. Trialog. Dort treffen sich vierteljährlich Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige psychisch kranker und professionelle Mitarbeiter/innen der Psychiatrie, um sich gegenseitig zu informieren, (manchmal kontrovers) zu diskutieren und gemeinsame Arbeitsgruppen zu bilden. Jüngstes Ergebnis einer solchen trialogischen Arbeitsgruppe ist die Errichtung eines Mahnmals zum Gedenken an die Opfer der Zwangssterilisationen in den v. Bodelschwingschen Anstalten in Bielefeld zur Zeit des Nationalsozialismus.


  2. Beschwerdestelle für Psychiatrie: Seit 1998 gibt es in Bielefeld eine unabhängige Beschwerdestelle für Psychiatrie. Sie ist paritätisch mit Betroffenen, Angehörigen und professionellen Mitarbeiter/innen besetzt und behandelt Beschwerden Bielefelder Bürger/innen, die sich auf psychiatrische Einrichtungen in Bielefeld beziehen.

    Beschwerdestelle für Psychiatrie
    August-Bebel-Str. 16
    33602 Bielefeld
    Tel.: 0521/13 35 61
    Sprechzeiten: Donnerstags 15.00 - 17.00 Uhr.

    Beschwerden können schriftlich, telefonisch oder persönlich vorgebracht werden.


  3. Behandlungsvereinbarung: Die Bielefelder Verhandlungsvereinbarung ist eine von Psychiatrie-Erfahrenen und der Psychiatrischen Klinik Gilead IV in Bielefeld gemeinsam entwickeltes Projekt. Die Behandlungsvereinbarung ist ein Formular, in dem ehemalige Patient/innen der Klinik Vorsorge treffen können für einen evtl. zukünftigen Klinik-Aufenthalt. In diesem Formular können Psychiatrie-Erfahrene beschreiben, was für sie während einer psychischen Krise wichtig und hilfreich ist, und was als nicht hilfreich erlebt wird. In Absprache mit der Klinik können ggfs. auch bestimmte Verfügungen getroffen werden. Ebenso enthält die Behandlungsvereinbarung die Möglichkeit, eine Vertrauensperson für den Fall einer Krise / eines Klinikaufenthaltes zu bevollmächtigen.

    Nähere Informationen unter der Vereinsadresse (Willkommen) oder in der Psychiatrischen Klinik Gilead IV, Ansprechpartnerin Frau Pleininger-Hoffmann, Tel.: 0521/144-2476


  4. Psychose-Seminare: Die Psychose-Seminare finden ca. jedes zweite Semester in der VHS Bielefeld statt, und werden jeweils von professionellen Mitarbeiter/innen, Angehörigen und Psychiatrie-Erfahrenen gemeinsam moderiert. Alle beteiligten Gruppen können dabei miteinander über ihre jeweilige, manchmal sehr unterschiedliche Sichtweise von Psychosen ins Gespräch kommen. Insbesondere können Psychiatrie-Erfahrene ihr subjektives Erleben der Psychose darstellen - ohne Angst vor Konsequenzen bei der eigenen Behandlung. Auch nichtbetroffene, interessierte Bürger/innen können teilnehmen (Themen und Termine).


  5. Beteiligung an kommunalen Gremien: Mitglieder des VPE Bielefeld sind derzeit in folgenden psychiatrie- oder gesundheitspolitischen Gremien vertreten:


  6. Überregionales: Einige Mitglieder des VPE sind im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (Links) aktiv, dessen Ziele der VPE teilt.
    Ferner halten wir Kontakt zu Psychiatrie-Erfahrenen-Initiativen aus der näheren Umgebung: Herford, Gütersloh, Detmold, Paderborn, Bad Salzuflen, Buende, Minden...

 

 

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