Selbsthilfe
Selbsthilfe

 

 

Selbsthilfegruppe

Psychiatrie-Erfahrener

offen für alle interessierten Betroffenen

jeden Freitag 18.00 Uhr
in der "Grille" in Bielefeld
Webereistr. 25
II. Stock"

Zur Web-Site der   Selbsthilfegruppe


Können Menschen, die schwierige psychische Probleme haben, anfangen, sich selbst und womöglich noch anderen Betroffenen zu helfen? Wir meinen: aber sicher! Natürlich haben auch wir keine Patentlösungen. Wir können auch professionelle Behandlung und Unterstützung nicht ersetzen. Unsere persönlichen Möglichkeiten (Zeit, Kraft, Geduld, allgemeine Belastbarkeit) sind oft schnell erschöpft. Trotzdem:
für viele, die unsere Selbsthilfegruppe im Laufe der Jahre besucht haben oder noch besuchen, war es bereits hilfreich, andere, ähnlich oder gleichartig Betroffene zu treffen. Es tut gut, sich zu unterhalten über das, was während einer psychischen Krise erlebt wird, wie sie den Lebenslauf und unsere Beziehungen verändert, mit welchen Problemen wir im Alltag zu kämpfen haben. Negative Erfahrungen mit Psychiatrie oder mit Psychopharmaka? Auch damit ist niemand allein. Darüber sprechen können ohne Angst vor Ausgrenzung, vor neuerlichen Diagnosen, vor unfreiwilliger Behandlung ist für viele Betroffene schon eine große Erleichterung.
Wir können auch viel voneinander lernen - andere, die Ähnliches erlebt haben oder ähnliche Probleme hatten, haben vielleicht eine bessere Lösung gefunden. Manchmal können wir einander mit konkreten Tipps oder Informationen weiterhelfen. Einander im Alltag unterstützen: was eine/r allein nicht schafft oder sich nicht zutraut, sieht zu zweit oder zu dritt oft schon anders aus. Auch wir sind gemeinsam stark!

Wir finden, dass Psychiatrie-Erfahrene nach Möglichkeit diejenigen Freizeitangebote nutzen sollten, die allen Bürger/innen offenstehen. Auf politischer Ebene setzen wir uns dafür ein, dass Psychiatrie-Erfahrene hierzu auch materiell und persönlich in der Lage sind (Psychiatriepolitik). Der VPE und die Selbsthilfegruppe machen daher keine besonderen Freizeitangebote. Einige nutzen auch die Angebote, die es inzwischen von professionell psychiatrischer Seite zahlreich (schon zuviele?) gibt. Über die Selbsthilfebewegung sind aber eine große Anzahl privater Kontakte entstanden. Es haben sich Bekanntschaften und Freundschaften gebildet, bei denen der ursprüngliche Anlaß des Kennenlernens, die gemeinsame Psychiatrie-Erfahrung, nur noch eine Nebenrolle spielt. Andere, gemeinsame Interessen sind wichtiger geworden, man/frau verabredet sich individuell zu Besuchen und gemeinsamen Unternehmungen.

 

 

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